Baumriesen bleiben ohne Schutz.

Die Fällung großer, gesunder, alter Bäume in der Bahnhofstraße und die Bestürzung vieler Bürger darüber war der letzte Anstoß:

Die Grünen stellten im Marktgemeinderat einen Antrag, daß die Verwaltung eine Baumschutzverordnung für den Ort Bad Endorf erläßt.

Damit würde Bad Endorf dem Beispiel vieler anderer Orte folgen und seine Baumriesen mit ihren segensreichen Auswirkungen auf das Ortsbild und die Luft schützen. Eine solche Verordnung gibt es mittlerweile insbesondere auch in Kurorten, wie zum Beispiel in Bad Aibling oder Bad Wörishofen.
Nicht aber in Bad Endorf:
Frau Bürgermeisterin, CSU und ABE hielten dagegen und stimmten in der Sitzung am 11.7. gegen diesen Antrag.
Die Bürgermeisterin argumentierte mit einer hohen Belastung der Verwaltung, die uns in diesem Fall rätselhaft blieb,
die CSU befürchtete Nachbarschaftsstreiteren (nun, das haben wir auch nicht verstanden)
und die ABE war der irritierenden Meinung, daß sich sowieso niemand an diese Verordnung halten würde …
Damit stand eine Mehrheit gegen den grünen Antrag, der dann auch knapp abgelehnt wurde.
Große alte Bäume im Ortskern können weiterhin gefällt werden
– ohne zuvor Rücksprache mit der Gemeinde zu halten.
Dank Bürgermeisterin, CSU und ABE bleiben Bad Endorfs Baumriesen weiterhin ohne Schutz.
Eduard Huber

Ein Gedanke zu “Baumriesen bleiben ohne Schutz.

  1. Leserbrief von zur abgelehnten Baumschutzverordnung.

    Mit 8 : 11 wurde der Antrag der GRÜNEN auf eine Baumschutzverordnung im Marktgemeinderat abgelehnt.

    Dagegen waren BGMin, CSU, ABE und ein weiteres Gemeinderatsmitglied. Sehr schade. Das tut sicherlich zunächst weh. Trotzdem f a s t geschafft !

    Es fällt auf, dass sich in den letzten Jahren im Endorfer Bereich bzgl. des Umganges mit Wald, Bäumen und Holz leider etliches zum Negativen hin verändert hat.
    So sind manche Menschen, die mit Wald oder Holz als Baustoff zu arbeiten haben, dermaßen verbissen bei der Arbeit zu beobachten, dass es wirkt, als ob beim Zurücknehmen von Büschen oder Bäumen diese die ganz persönlichen Feinde des Zurückschneidenden seien.
    Es ist mir unverständlich, wie gerade Menschen, die mit Holz täglich in der Arbeit zu tun haben, keinerlei Verständnis für Erkenntnisse in der Wald-Wissenschaft haben:
    Hier ist heute so vieles an Zusammenhängen bereits erforscht, die Wichtigkeit von Bäumen, Hecken, von intakten, gesunden Wäldern (nicht von Mono-Kulturen) für die Menschen und zukünftige Generationen längst erkannt und bewiesen.
    Zu diesem Thema ist durch die GRÜNEN Bad Endorf eine hervorragende Aufklärung anhand eines veröffentlichten Aufsatzes erschienen.

    Leider bleibt die Ignoranz von Einzelnen bezüglich der bereits vorliegenden Kenntnisse über Bäume unübertreffbar.

    Leider haben auch gerade diejenigen, die viel mit Wald + Holz zu tun haben, überhaupt kein Verständnis für Baumschutz.
    Leider gehört auch unsere Bürgermeisterin, die begeistert von „unserer schönen Natur“ spricht, die „so gut durch’s Naturschutzgesetz abgesichert sei“, zu diesen Menschen.

    Hier heißt es nun: Insgesamt sehr betrüblich, jedoch kein Grund zum Aufgeben.
    Weitermachen heißt die Devise und die Hoffnung auf Einsicht bei unseren lieben Mitmenschen (auch in Führungs- und Vorbild-Positionen) nicht aufgeben !

    Sabine Oberberger, Hemhof

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*