Fair Play beim Fußball-Feriencamp.

Fair Play steht beim TSV Bad Endorf nicht nur im Spiel auf der Tagesordnung – beim diesjährigen Fußball-Feriencamp wurde auch der (un-)faire Handel in der Sportindustrie thematisiert.

Im Rahmen der Fairtrade-Town Kampagne informierten Viktoria Soder, Eine Welt-Promotorin für die Region „Oberbayern Süd-Ost“, und Manfred Jäger, Leiter der Fairtrade-Town Steuerungsgruppe in Bad Endorf, rund 110 fußballbegeisterten Kinder und Jugendlichen aus Bad Endorf und dem gesamten Landkreis Rosenheim über die Arbeitsbedingungen in der Fußballindustrie.

„Der größte Teil der in Deutschland verkauften handgenähten Bälle wird in der Region rund um die Stadt Sialkot in Pakistan sehr häufig unter ungerechten Arbeitsbedingungen hergestellt. Lange Arbeitstage von zehn und mehr Stunden und Löhne, die nicht zum Überleben reichen, sind traurige Realität in der Ballproduktion“, berichtete die Eine Welt-Promotorin.

Einen Ausweg aus dieser Situation biete der Faire Handel, der den Produzentinnen und Produzenten vor Ort u.a. durch die Bezahlung eines gerechten Lohnes und einer Fairtrade-Prämie, bessere Lebensbedingungen ermögliche.

Im Anschluss an die Infoveranstaltung konnten die Kinder und Jugendlichen ihre Treffsicherheit beim Torwandschießen unter Beweis stellen. Die Siegerin und der Sieger freuten sich jeweils über einen fair produzierten Trainingsball von der BAD BOYZ BALLFABRIK in Nürnberg.

Ein weiterer Programmpunkt an diesem Abend stellte das Stationen-Lernen anhand der entwicklungspolitischen Bildungskiste zum Thema Fußball von Mission EineWelt dar. Die Kinder und Jugendlichen konnten ihr Wissen rund um die Themen wie Arbeitsbedingungen in der Sportartikelproduktion, Fanwesen und soziale Fußballprojekte bei Spiel und Spaß vertiefen.

Victoria Soder
soder@eineweltnetzwerkbayern.de

PS: Und dort gibt’s die fair produzierten Bälle:
http://www.badboyzballfabrik.com/

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