Grüne Bilanz.

Vier Jahre lang stellen nun die Endorfer Grünen einen Rat und eine Rätin für den Endorfer Marktgemeinderat.
Wie in jedem Jahr blickt der Fraktionssprecher Eduard Huber zurück auf das Geleistete.

Zwei Jahre nur noch bis zur nächsten Kommunalwahl. Eines der drängendsten Themen, für Bad Endorf ist der Verkehr.
Es wird den Gemeinderat in den nächsten Jahren stark beschäftigen. Hier sind unsere Ideen und Leitllinien für eine Grüne Verkehrspolitik in Endorf zusammengefasst.

Raum für Fußgänger und Radler.

Das Ortszentrum von Bad Endorf gehört den Autos. Das Überqueren der Straßen ist an vielen Stellen unsicher und gefährlich. Dies gilt im Besonderen für Kinder und Bürger, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Das Radfahren auf Bahnhof- und Chiemseestraße ist selbst für geübte Radler beängstigend. Ein Schwerpunkt der Grünen Fraktion im Marktgemeinderat war daher von Anfang an, diese unbefriedigende Situation zu verbessern. Wir wollen mehr Raum und Sicherheit für Fußgänger und Radler schaffen.
Wir begrüßen die Maßnahmen, die aufgrund des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) in Bad Endorf geplant werden. Ihre Realisierung ist aber in weiten Teilen noch nicht gesichert – zudem benötigen sie viel Geld und Zeit.
Solange wollen wir nicht warten:
Bereits heute lassen sich kurzfristig kostengünstige und sinnvolle Maßnahmen umsetzen.

Carsharing blüht und gedeiht.

Es waren die Grünen, die die Gründung eines Carsharing-Vereins in Bad Endorf (EnAT e.V.) maßgeblich mit angeschoben haben und ihn seitdem tatkräftig unterstützen. Der Carsharing-Verein wächst weiterhin und hat sich gerade ein zweites Auto angeschafft. In unseren Augen ein sehr gelungenes Beispiel für Bürgerengagement.

Gehweglücken.

Bereits 2014 beantragten wir die Schließung der Gehweglücken an der Hofhamer Straße, um die Sicherheit für die Fußgänger zu erhöhen. Unser Antrag wurde vom Bauausschuss befürwortet. Die Umsetzung liegt allerdings derzeit auf Eis, bis Baumaßnahmen an der Hofhamer Straße anstehen.

Bürgerbefragung.

Ebenfalls 2014 wurden die Bürger auf unsere Initiative hin befragt, wo sie Verbesserungsmöglichkeiten auf Endorfs Straßen und Wegen sehen. Es kamen viele Anregungen, die das Leben für Fußgänger und Radfahrer erleichern würden. Ein Teil davon wurde mittlerweile umgesetzt.

Tempo 30 in Antwort.

Die Grünen forderten Tempo 30 vor der Grundschule Antwort. Dies wurde allerdings von der Straßenverkehrsbehörde abgelehnt. Die Begründung: Der Eingang liegt abgewandt von der Kreisstraße in der gemeindlichen Schulstraße. Zudem wäre die Hirnsberger Straße sowohl vom Geschwindigkeitsverhalten her als auch vom Unfallgeschehen vollkommen unauffällig.

Katharinenheimstraße.

Wir beantragten die Öffnung der Einbahnstraße Katharinenheimstraße für Radfahrer (zwischen Abzweigung Moosbauerplatz bis zur Einmündung in die Bahnhofstraße), um die Befahrung in die Gegenrichtung zu erlauben.

Aktuell ist die Situation so, dass Radfahrer, die die Katharinenheimstraße Richtung Bahnhofstraße befahren – immerhin eine ruhigere und sichere Variante – ab der Abzweigung Richtung Moosbauerplatz ihr Fahrrad entweder auf dem Gehweg oder – bei der Variante über den Moosbauerplatz – durch die Fußgängerzone schieben müssen.

Mit dem Fahrrad über den Moosbauerplatz zu fahren ist nicht erlaubt. Durch die Möglichkeit, die Katharinenheimstraße in Richtung Bahnhofstraße weiter zu befahren, müssten Radfahrer nicht absteigen und schieben oder auf unnötige Umwege ausweichen. Wenige Parkplätze müssten als Ausweichmöglichkeiten wegfallen – dann wäre die Realisierung leicht möglich.

Unser Antrag wurde im Marktgemeinderat noch nicht behandelt (Stand Juli 2018). Am 15. September jedoch werden sich radbegeisterte Endorfer vormittags am Kirchplatz treffen, um auf die schwierige Situation von Fahrradfahrern und Fußgängern in Bad Endorf aufmerksam zu machen.

Kreisel am Kirchplatz.

Wir weisen immer wieder darauf hin,
dass sich durch den Bau eines Kreisels am Kirchplatz die Situation für Fußgänger und Radfahrer nach derzeitigem Planungsstand verschlechtern wird. Hier werden wir bei den weiteren Planungschritten besonders darauf achten.

Sichere Schulwege

Ebenso ein Anliegen ist uns die Einrichtung sicherer Schulwege zur Mittelschule – insbesondere bei der Einmündung der Landinger Straße in die Wasserburger Straße. Bedauerlichweise ist ein entsprechender Bürgerantrag aufgrund mangelnder Unterschriften gescheitert. Die Grünen werden bei der Verwaltung weiterhin darauf drängen,
dass für dieses Anliegen eine vernünftige Lösung gefunden wird.

Mitfahrbankerl.

Die Endorfer Grünen initiierten ein Mitfahrbankerlsystem, um einen kleinen Beitrag zur Reduzierung des Autoverkehrs in Bad Endorf zu leisten. Der Marktgemeinderat folgte einstimmig unserem Antrag und sagte grundsätzlich Ja zu Mitfahrbankerln.

Im Mai 2018 haben wir gemeinsam mit dem Ortsverband die Details erarbeitet und der Bürgermeisterin vorgestellt. Unser detaillierter Vorschlag wurde in der Zwischenzeit von der Verwaltung geprüft, nochmals dem Marktgemeinderat vorgelegt und dort erneut mit großer Mehrheit angenommen. Wir hoffen auf eine Umsetzung noch in diesem Herbst. Ermöglicht wurde das Projekt vor allem durch die großzügigen Spenden einiger Endorfer Privatleute und etlicher Geschäftsinhaber, die es der Gemeinde ermöglichen, die Bänke ohne großen Kostenaufwand anzuschaffen und zu platzieren.

Fazit

Der Weg zu einer fußgänger- und radfahrerfreundlichen Kommune kann nicht nur über aufwändige Ortsentwicklungsmaßnahmen, sondern parallel auch über viele kleine Schritte gegangen werden.

Die Grüne Fraktion im Marktgemeinderat wird weiterhin mit Anträgen und Initiativen dazu beitragen, dass Bad Endorf diesen Weg geht. 

Eduard Huber
ist seit vier Jahren Fraktionssprecher der Endorfer Grünen im Gemeinderat.

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