Wir sind Viele.

Wir waren überwältigt.

Die Endorfer Grünen hofften beim Aufruf zu einer Demo für ein Fußgänger – und Radfahrer-freundliches Endorf auf einige Dutzend Teilnehmer.
Tatsächlich trafen sich dann am 15. September fast 200 Radler von 3 bis 80 Jahren am Startpunkt vor dem Maibaum.
Und alle setzten damit ein starkes Zeichen, daß sie endlich eine andere Verkehrspolitik für Bad Endorf fordern.

In gut 1 1/2 Stunden radelte der lange Zug – sicher behütet von der Polizei – zu vier (von vielen) Brennpunkten.
Diese zeigen beispielhaft, welch geringen Stellenwert Sicherheit und Komfort für Fußgänger und Radler in Bad Endorf haben.

Zunächst ging es zur Katharinenheimstraße.
Hier fordern die Grünen, daß das Radeln in der Einbahnstraße auch in Gegenrichtung erlaubt wird.
Diese Regelung ist bereits seit vielen Jahr in vielen Orten erfolgreich umgesetzt.

Weiter ging’s zur Ecke Hofhamer Straße/ Blumenweg:
Das Überqueren der Hofhamer Straße, um zum Bahnhof, den Einkaufsmärkten, zur Schule oder zur Ortsmitte zu gelangen, erfordert scharfe Augen, flotte Beine und ein schnelles Reaktionsvermögen.
Wem das alles nicht gegeben ist, für den stellt die Querung ein gefährliches Abenteuer dar.
Wann endlich wird die Verwaltung aktiv, um hier einen sicheren Übergang für Fußgänger zu schaffen?

Nächste Station:
Die Kreuzung Wasserburger Straße / Landinger Straße / Kreuzstraße.
Während der Schulzeit nutzen und queren täglich viele Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad diese Straßen.
Unterstützt werden die Schulkinder lediglich von einer Bedarfsampel über die Wasserburger Straße.
Der Antrag einer Bürgerinitiative, die forderte, hier mehr Sicherheit zu schaffen, wurde wegen fehlender Unterschriften nicht im Marktgemeinderat behandelt.
Die Bürgermeisterin versprach schon vor Monaten, sich dieses Anliegens anzunehmen.
Darauf warten wir allerdings noch.

Letzte Station war die Kreuzung am Kirchplatz:
Hier wird ein Kreisel geplant, der den Autofahrern mehr flüssigen Verkehr verspricht.
Die Situation für Fußgänger und Radfahrer jedoch verschlechtert sich:
Statt Ampel-gesicherten Fußgängerüberwegen gibt es dann nur noch Zebrastreifen oder eine kleine Insel in der Straßenmitte …
Diese Planung muß dringend verbessert werden.

Wir Grünen wollen ein Bad Endorf, in dem Radler und Fußgänger mehr Platz bekommen und sich sicher bewegen können.
Viele Orte haben uns bereits vorgemacht, wie das Ortsbild dadurch gewinnt und sich die Lebensqualität verbessert.Das müßten wir doch in Endorf auch schaffen.

Und die nächste Möglichkeit für die Bürgermeisterin und den Marktgemeinderat, zu zeigen, daß sie diese Vision teilen, ist der 16. Oktober:
Dann wird unser Antrag auf Öffnung der Einbahnstraße Katharinenheimstraße für Radler im Marktgemeinderat behandelt.

Eduard Huber
Fraktionssprecher Bündnis 90 / Die Grünen Bad Endorf
eghuber@gmail.com

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