Vier Bänke und ein Halleluja.

Es war eine grüne Initiative,
viele Bürger haben Vorarbeit geleistet
und der Marktgemeinderat steht einstimmig dahinter:
Bad Endorf soll Mitfahrbankerl bekommen.

Die Mitfahrbankerl sind das Ergebnis des Engagements vieler Bürger:
– Initiatoren, die das System konzipiert, die Standorte gesucht und für die Idee geworben haben
– Spendern, die finanziell die Errichtung der Bänke unterstützen
– Zwei Bad Endorfer Handwerksbetrieben, die mit Ihren Unternehmen großzügig unterstützen
– und zudem allen Marktgemeinderäten, die das Projekt einstimmig befürwortet haben.

Bad Endorf kann stolz auf dieses Engagement von Bürgern sein,
denen das Miteinander und der Gemeinsinn wichtig sind.
Wir finden, daß die Marktgemeinde angemessen und dem Engagement würdig in Form einer Eröffnungsfeier Danke sagen sollte.
Als Beispiel könnte (neben vielen anderen Orten) Haag dienen, das bei einer schönen Einweihungsfeier mit Blasmusik, Segnung durch den Pfarrer und einem Grillstand seinen Stolz über seine Bürger und die Bankerl ausdrückte.
Leider sieht das die Bürgermeisterin nicht so:
Sie möchte den Start des Mitfahrbankerlsystems möglichst unauffälllig gestalten und keine große Aufmerksamkeit schaffen.
Der Grund sind Bedenken, daß bei etwaigen Vorkommnissen die Bürgermeisterin die Verantwortung zu tragen hat – so sinngemäß die Aussage in einer Sitzung des Marktgemeinderates.
Eine wiederholte freundliche schriftlicher Bitte, die Bankerl doch würdig einzuweihen, blieb ohne Antwort.
Das dürfte wohl einzigartig sein:
In ganz Deutschland sind Kommunen, Bürgermeister und die Bevölkerung stolz auf ihre Mitfahrbankerl.
In Bad Endorf hingegen distanziert sich die Bürgermeisterin davon.
Das finden wir bedauerlich.

Aber dann werden wir die Einweihung eben selbst in die Hand nehmen und eine Feier organisieren.
Denn mit vielen Bad Endorfern sind wir der Meinung, daß die Mitfahrbankerl eine schöne Sache sind
– und daß Bürgerengagement ein angemessenes Dankeschön verdient.

Eduard Huber
eghuber@gmail.com

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