Worte und Taten.

5 Monate haben wir gewartet:
Dann endlich beriet der Marktgemeinderat unseren grünen Antrag auf Anlegung von Bienenweiden auf kommunalen Flächen.
In diesem Monaten hatte allerdings auch ein Projekt Fahrt aufgenommen, in dem insgesamt 11 Kommunen zusammen das gleiche Ziel verfolgen:
Durch ökologisches Grünflächenmanagement sollen die Lebensbedingungen für Blumen und Insekten verbessert werden.
Den Wildbienen ist es egal, wer ihnen Lebensraum schafft.
Daher haben wir unseren Antrag zurückgezogen und dem Kommunen-übergreifenden Projekt zugestimmt.
Für uns Grüne machen wir allerdings geltend, daß wir die treibende Kraft hinter dieser Idee gewesen sind.

Bad Endorf ist seit Herbst 2018 Fair-Trade-Gemeinde.
Damit bekundet die Marktgemeinde ihren Willen, einen Beitrag für wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu leisten.
Diese Ziele sollen nun auch durch das Handeln der Verwaltung in die Tat umgesetzt werden.
Daher hat die Grüne Fraktion vor zwei Wochen einen Antrag gestellt,
daß die Marktgemeinde nur noch Arbeits – und Berufsbekleidung einkauft,
die den ökologischen und sozialen Standards des Fairen Handels entspricht.
Und selbstverständlich bietet die seit 2017 bestehende Fair Trade Steuerungsgruppe der Verwaltung hierbei ihre Unterstützung an.

Noch einige Worte zum Haushalt 2019 sowie zum Finanzplan für die Jahre bis 2027:
Die größten Investitionen sind die neue Kindertagesstätte neben dem Katharinenheim sowie das geplante Schulzentrum neben der Mittelschule.
Da Bad Endorf knapp bei Kasse ist, werden für das Schulzentrum nur 25 Millionen vorgesehen.
Diese Zahl liegt um einiges niedriger als die bisher in den Planungen genannte.
Zudem besteht hier noch Unsicherheit aufgrund des anstehenden Bürgerentscheides.
Hier ist also in den nächsten Monaten einiges zu klären und nachzuverhandeln.
Für Ortsentwicklungsmaßnahmen werden nur 300.000 Euro jährlich geplant.
Für uns Grüne ein angesichts der gewünschten Maßnahmen (zum Beispiel Bahnhofstraße oder Neue Mitte) ein viel zu geringes Budget.
Es drückt aber die geringe Wahrscheinlichkeit aus, daß diese Maßnahmen tatsächlich zeitnah realisiert werden.
Durch die Erfüllung der Pflichtaufgaben (Kindergarten, Schule) wird sich die Schuldenlast Bad Endorfs wieder beträchtlich erhöhen.
Unsere Gemeinde wird wieder zu den Schulden-Spitzenreitern im Landkreis gehören.
Erinnert sich noch jemand an das vollmundige Versprechen,
daß sich durch die viel gepriesene Entflechtung von Marktgemeinde und Gesundheitswelt Chiemgau die Finanzsituation Bad Endorfs dauerhaft verbessert?
Nun, dieses Versprechen erfüllt sich nicht.
Damit haben die Grünen leider recht behalten.

Eduard Huber

Ein Gedanke zu “Worte und Taten.

  1. Bürgermeisterbrief 06 2019
    Kunstrasenplatz, gehts noch.
    Wie kommt sowas zustande ?
    Andere Gemeinden können den verbrauchten Kunstrasen mit hohen Kosten nur als Sondermüll loswerden.
    Wie wird mit dem Abrieb ( Mikroplastik) umgegangen?
    Wie wird das Mikroplastik von Sportlern und Bürgern fern gehalten ?

    Mfg Manfred Kunerl

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