Workshop auf Feriencamp des TSV Bad Endorf: Der hohe Preis der billigen Produktion.

Was kostet unsere Sportausrüstung?
Wer verdient wie viel?
Wer zahlt den hohen Preis der billigen Produktion?
Aber noch viel wichtiger: was können wir tun?
Mit diesen und weiteren Fragen der globalen Gerechtigkeit befassten sich die Kinder und Jugendlichen beim diesjährigen Fußballferiencamp des TSV Bad Endorf.

In Bad Endorf wird „Fair Play“ nicht nur auf dem Spielfeld großgeschrieben. Das bürgerschaftliche Engagement hat in der Marktgemeinde eine lange Tradition. Seit der Auszeichnung als sogenannte „Fairtrade-Gemeinde“ im November 2018 bekennt sich nun auch die Kommune dazu, aktiv einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Produzentenländern leisten zu wollen.
Ein wesentlicher Baustein der Fairtrade-Towns Kampagne ist die Bewusstseinsbildung.

So organisierte die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Gemeinde einen Workshop zum Thema „Globale Gerechtigkeit“ für rund 60 Kinder und Jugendliche im Rahmen des Fußballferiencamps des TSV Bad Endorf.
Viktoria Soder von der Priener Initiative für Eine Welt e.V. vermittelte den Zusammenhang von Konsum und Lebensstil mit der globalen ökonomischen, sozialen und ökologischen Entwicklung auf spielerische Art und Weise. So erfuhren die Kinder und Jugendlichen u.a., dass die Näherinnen und Näher eines Sportschuhs daran gerade einmal 40 Cent verdienen – viel zu wenig, um die Familie zu ernähren und um den Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen.

Doch es geht auch anders. Einen Ausweg aus dieser prekären Situation biete der Faire Handel. Er ermöglicht den Produzentinnen und Produzenten vor Ort u.a. durch die Bezahlung eines gerechten Mindestlohnes und einer Fairtrade-Prämie bessere Lebensbedingungen. Ausbeuterische Kinderarbeit ist im Fairen Handel verboten.

Abschließend konnten die die Nachwuchsfußballer und –fußballerinnen noch beim Torwandschießen ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Zu gewinnen gab es einen qualitativ hochwertigen Trainingsball – natürlich aus Fairem Handel.

Eduard Huber
(für die Fair Trade Steuerungsgruppe Bad Endorf)
Fotos: Viktoria Soder

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