Eduard Huber, Fraktionssprecher

Auch in Bad Endorf: Bauen und dabei das Klima schützen.

In Bad Endorf stehen viele große Bauvorhaben an. Wir Grüne wollen, daß diese Bauten Klima und Umwelt möglichst gering belasten. Um hier Fortschritte zu erzielen, hat die Grüne Fraktion zwei Anträge gestellt.


Holz für die neue Schule.

So beantragten wir, bei der Planung für das neue Schulzentrum den Architekten folgenden Auftrag mitzugeben:
Ist der Bau der Schule grundsätzlich auch in Holz möglich?
Und was wären grob geschätzt die Kosten dafür?

Holz als klimaverträglicher und nachhaltiger Baustoff gewinnt im mehrgeschossigen Bauen immer mehr an Bedeutung. Für attraktive Schulbauten aus Holz gibt es in Deutschland mittlerweile zahlreiche Beispiele.

Mit einer Klärung unserer Fragen wäre also kein Neuland betreten worden.Überraschenderweise gab es im Marktgemeinderat dennoch starken Widerstand.

Nach längerer Diskussion fiel schließlich die Entscheidung, daß „Komponenten in Holzbauweise soweit wie möglich zu berücksichtigen sind“.Wir werden darauf achten, daß dieses Bekenntnis auch umgesetzt wird.

Klimafreundlich bauen.

Es ist überfällig, auch in Bad Endorf bei Bauvorhaben Klimaschutz und Klimaanpassung möglichst weitgehend zu berücksichtigen.
Im Mai hat der Marktgemeinderat unseren Antrag behandelt, der Planern von Bauvorhaben konkrete Hinweise hierzu gibt.
Dazu zählen zum Beispiel Aspekte wie Energieversorgung, Gestaltung der Grünflächen, Gewässerschutz, Baumaterialien, Stellplätze und Verkehrsflächen.

Viele der Hinweise sind Appelle an die Planer. Einiges wollen wir Grüne aber auch als Festsetzungen in Bauleitplanungen verankern.
Damit würde Bad Endorf dem Beispiel vieler Kommunen folgen – zum Beispiel auch der Stadt Bad Aibling.

Allerdings standen wir Grüne mit unserem Anliegen allein da.
Der Marktgemeinderat sah die Notwendigkeit und Dringlichkeit nicht und stimmte mit großer Mehrheit gegen unseren Antrag.
Stattdessen folgte man dem Vorschlag der Verwaltung, erst einmal eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich des Themas annimmt.
Dies soll allerdings erst geschehen, wenn alle Gemeinderäte im Baurecht geschult wurden und ein Klimamanager eingestellt ist.

Wie die Arbeitsgruppe aussehen und wann sie ihre Arbeit aufnehmen soll – dazu gab es keine Festlegung.

Eduard Huber

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