Ein Kurort braucht Raum zum Flanieren.

Monika und Bernhard Rösler wohnen seit vielen Jahren in Bad Endorf. Manfred Jäger hat sie zur Situation in unserem Ort befragt.

Wie lange wohnt ihr schon in Bad Endorf und wie habt ihr die Entwicklung des Ortes wahrgenommen?

Wir wohnen seit 36 Jahren in Bad Endorf und haben relativ wenig an Entwicklung der Infrastruktur wahrgenommen. Bad Endorf ist ein Kurort. Aber es fehlt an vielen liebenswerten Details, die einen Ort zu einem Kurort machen. Wir hatten über einige Jahren Kurgäste beherbergt. Diese vermissten schöne Cafés, Restaurants und ein Zentrum zum Flanieren.

Wenn ihr durch den Ort geht oder fährt: Welche Hemmnisse fallen euch besonders auf?

Die Parkplatzsituation innerorts mit den Querparkplätzen vor den Geschäften ist katastrophal und gefährlich. Für Fußgänger bestehen nur wenige Querungshilfen. Oft sind Gehsteige zu schmal und werden auch von Radlern genutzt. Das Abbiegen zum Ärztehaus ist ein großer Stressfaktor.

Habt ihr den Eindruck, dass Verwaltung und Bürgermeister die Bedürfnisse der Senioren wahrnehmen und danach handeln?

Schwer zu sagen, inwieweit von Seiten der Verwaltung und des Bürgermeisters bei den angesprochenen Problemen Abhilfe geschafft werden kann.

Welche Wünsche und Vorschläge habt ihr zur Verbesserung des Ortsbildes?

Aus unserer Sicht wäre das Beste eine Untertunnelung der Bahnhofstraße. Dann wäre genug Platz zum Flanieren und Einkaufen. Es würde den Kurort aufwerten. Das heruntergekommene Haus neben dem Kindergarten in der Katarinenheimstraße ist ein Schandfleck. Hier sollte unbedingt etwas geschehen.

Sollte das alte Schulgebäude als Begegnungsstätte für ältere Bürger, Vereine und kulturelle Veranstaltungen erhalten bleiben?

Das Schulgebäude sollte unbedingt erhalten bleiben und als ein Haus der Begegnung auch speziell für Senioren renoviert werden.

Was fällt Euch noch zu Bad Endorf ein?

Die geplanten Schallschutzwände an der Zugstrecke mit drei Meter Höhe sind schrecklich für Anwohner und Zugfahrer. Hier würde eine achtzig Zentimeter hohe Wand genügen, die ähnliche Schallschutzwerte aufweist. Zudem sollte die Zugstrecke nach Obing aktiviert werden mit einer Haltestelle an der Hauptschule. Da könnten die Kinder sicher befördert werden.

Danke schön für das Gespräch!

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