In wenigen Wochen sind Kommunalwahlen. Parteien und Kandidat*innen kündigen an, was sie in den kommenden 6 Jahren vorhaben.
Genauso wichtig ist aber auch ein kurzer Blick zurück: Was wurde in Bad Endorf in der vergangenen Wahlperiode erreicht?
Unser Fazit ist nüchtern:
Pflichtaufgaben wie Kindergarten und Schule wurden angefaßt. Freiwillige Aufgaben wie zum Beispiel der Kreisel oder der Umbau der Bahnhofsstraße befinden sich immer noch in Planung. Die Realisierung steht in den Sternen.
Die sogenannte „Entflechtung“ von der GWC AG war nach unserer Ansicht für die Marktgemeinde nachteilig. Bad Endorf hält weiterhin eine 76 % Beteiligung an einem Klinikkonzern mit drei Krankenhäusern – und profitiert kaum davon.
Dringend anstehende Aufgaben wie die Sanierung der Endorfer Straßen, mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer, Klimaschutz, nachhaltige Energieversorgung, günstiger Wohnraum wurden nicht angepackt.
Unsere Bilanz: In Bad Endorf hätte viel mehr bewegt werden können.
Mit 2 von 20 Marktgemeinderät*innen waren wir eine kleine Fraktion und konnten uns nicht immer durchsetzen. So hatten wir zum Beispiel beim Naturfriedhof, bei einer Baumschutzverordnung, bei Verbesserungen für Radfahrer Bürgermeister und Marktgemeinderat gegen uns.
Vieles gelang uns aber auch: Die Grünen machten permanent Druck für mehr Öffentlichkeit und für mehr Bürgernähe – im besonderen auch beim Entflechtungsprozess mit der GWC. Mitfahrbankerl, Car Sharing, Fair Trade Town Bad Endorf, Blühweiden und einiges mehr sind grüne Initiativen, auf die wir ein wenig stolz sind.
Wir wollen aber viel mehr. Es ist viel Arbeit liegengeblieben in Bad Endorf.
Wir kämpfen für die Verkehrswende auch in unserem Ort: Mehr Raum und Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.
Unser Klima ändert sich – auch Bad Endorf muß hier endlich etwas tun. Wir wollen uns ein ambitioniertes Ziel setzen: Bad Endorf ist bis 2030 eine klimaneutrale Gemeinde.
Solides Wirtschaften ist unabdingbar. Das gilt auch beim Bau der neuen Schullandschaft und im Umgang mit der kommunalen Beteiligung an der GWC AG.
Wir Grüne stehen für Transparenz und Bürgernähe: Die Arbeitskreise müssen wiederbelebt werden. Das Grundschulgebäude wollen wir erhalten – als Ort der Begegnung für Vereine und Bürger.
Solidarisches Handeln ist uns wichtig – wir wollen günstigen Wohnraum schaffen.
Und bei all diesen Vorhaben ist uns die bayerische Verfassung Richtschnur. Dort steht: Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl.
Wir Grünen wollen für Bad Endorf nachhaltig denken und handeln. Bei allen Projekten berücksichtigen wir neben finanziellen auch soziale, ökologische und demokratische Aspekte.
Dazu brauchen wir die Unterstützung engagierter Bürger und Bürgerinnen. Dann wird es gelingen, das große Potential Bad Endorfs zu heben und den Ort in eine gute Zukunft zu führen.
Eduard Huber

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