Ich wohne in Hemhof im Ortsteil Bach, der einen Ortsteil von Bad Endorf darstellt,
und zwar direkt an der Staatsstraße RO 2095.
Leider muss ich seit mindestens 10 Jahren ein erhöhtes und ständig wachsendes Verkehrsaufkommen feststellen.
Dieses beträgt laut Statistik mindestens 11 % pro Jahr.
Hinzu kommt, dass durch Navigationsgeräte ein Großteil der Autos bei Stau auf der A 8 auf unsere Straße umgeleitet werden.
Ein Grund dafür ist, daß die „Ersatz-und Entlastungsstraße“, direkt am Chiemsee über Gstadt größtenteils bereits der Geschwindigkeitsbeschränkung 60 km/h unterliegt.
Das macht Sinn und ist vorbildlich.
Bei uns jedoch gilt dies nicht.
Das Gros der Verkehrsteilnehmer nimmt daher lieber die „Rennstrecke“ über unsere parallel gelegene Staatsstraße RO 2095 nimmt.
Leider haben wir keine Geschwindigkeitsbeschränkung.
Sowohl bei unseren zwei Bürgermeisterinnen (der alten und der neuen) war ich deshalb vorstellig.
Ebenso beim Landratsamt Rosenheim, wohin ich immer wieder hinschrieb und darum bat, dass etwas getan wird für uns direkten Anlieger.
Weder die beiden Bürgermeisterinnen, noch die Mitarbeiter des Landratsamtes in Rosenheim nahmen mich ernst.
Die Staatsstraße RO 2095, die schnurgerade seit dem „Dritten Reich“ direkt an Bauernhöfen und vielen Wohnhäusern vorbeiführt, wird noch immer von den Einheimischen hier „Hitler-Autobahn“ genannt, da die Straßenführung direkt geradeaus wohl bereits schon damals zur Raserei im Verkehr einlud.
Und Renate Just (früher freie Mitarbeiterin bei der SZ) hat bereits in ihrer Erstauflage des Buches „Krumme Touren“ die Staatsstraße RO 2095 sehr treffend als „Rennstrecke des Chiemgaus“ benannt.
Sabine Oberberger (Hemhof – Bach)

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