Fotowettbewerb …

… Was gefällt mir, was gefällt mir nicht in Bad Endorf?

Größter Lichtverschmutzer Bad Endorfs.

Die massive LED-Beleuchtung des GWC-Parkhausesdient dient nur der Zierde und ist keine Sicherheitsbeleuchtung.

Nach oben offen, strahlt aus den Schächten eine riesige Menge an Licht senkrecht in den Himmel ab und erzeugt eine kilometerweit sichtbare Lichtglocke über Bad Endorf.

Durch Rückreflexion an den Gebäudewänden gerät durch die Löcher in der Außenwand eine große Menge an Licht direkt auf die Hausfassaden aller umliegenden Anwohner.

Nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz sind Lichtanlagen stets so zu errichten und betreiben, dass es zu keinen schädlichen Umwelteinwirkungen kommt. Grenzwerte für Raumaufhellung und /oder belästigende psychologische Blendung (die in der LAI-Richtlinie festgesetzt sind) sind hier garantiert für die Anwohner ringsum überschritten.

Hinzu kommt, dass diese vom GWC-Parkhaus abgestrahlte Lichtmenge nicht nur viel zu viel und hell (und auch völlig unnötig) ist. Sondern: es ist grünes und vor allem blaues Licht dabei.

Je höher der Blauanteil im Licht, desto intensiver die Schadwirkung in die Umwelt. Je höher der Blauanteil einer Lichtquelle, desto intensiver die Streuwirkung in der Atmosphäre (Lichtglockenbildung), desto höher die empfundene Blendwirkung, desto massiver werden Insekten angezogen (die wegen Dauerumkreisen der Lichtquelle letztlich zu Tode kommen) und desto massiver wird die Schlafqualität aller tagaktiven Lebewesen (Menschen, Vögel, Säugetiere) gestört und nachtaktive Lebewesen von ihrer Aufgabe abgehalten/gestört.

Weil so sehr hell und so sehr unnütz und so viel Blauanteile im Licht, ist diese Parkhausbeleuchtung die größte Lichtverschmutzungsquelle in Bad Endorf.

Dient dieses Licht ggf. nur der bloßen „Aufhübschung“ eines nicht sehr schönen „Kastens“ gegenüber den Anwohnern, wäre es in jeglicher Hinsicht besser, es gar nicht zu beleuchten. Was man nachts nicht sieht, kann auch nicht „hässlich“ erscheinen. Es ist als sicher einzustufen, dass diese Lichtmenge die Grenzwerte der LAI gegenüber den Anwohnern deutlich übersteigt und damit nicht erlaubt ist. Von der Negativ-Wirkung auf Tiere und Pflanzen ganz zu schweigen.

Und so etwas hat ausgerechnet eine „Gesundheitswelt“ installiert.

Text und Foto: Manuel Philipp (Physiker)

Mehr Infos zum Fotowettbewerb:
https://gruene-endorf.de/mach-mit-beim-fotowettbewerb/

3. Bürgermeister Bad Endorf Mitglied im Kreistag Rosenheim

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