Grün wirkt!

Es war ein erfreulicher Abend für uns Endorfer Grüne: Nicht nur, dass auf unseren Druck hin ein erstes Mal ernsthaft über das Thema bezahlbarer Wohnraum diskutiert wurde – auch ein anderer Grüner Vorschlag wird nun endlich umgesetzt.

Der Endorfer Bahnhof bekommt eine zeitgemäße Radabstellanlage – auf beiden Seiten der Gleise. Einen entsprechenden Antrag hatten wir noch unter Bürgermeisterin Laban eingebracht. Allerdings löste das zunächst ein mühsames und langwieriges Hin und Her zwischen Gemeinde und Bahn aus. Die Bahn hätte am liebsten die alten Robinien hinter der Touristinfo fällen lassen, um dort Platz für die Anlagen zu schaffen – ein Plan gegen den sich damals der gesamte Gemeinderat geschlossen sperrte.

Mit der Umsetzung der folgenden Planungen, die Anlagen in entsprechend verkleideten Boxen direkt vor dem Bahnhofsgebäude einzurichten, ließ sich die Bahn dann allerdings mehrere Jahre Zeit. Nun ist es soweit und die Endorfer Pendler*innen können sich nun auf trockene, sichere und komfortable Plätze für ihre Drahtesel freuen.

Der zweite freudige Anlass in der vergangenen Sitzung war die Vorstellung der Planungen des TSV am Ströbinger Hang. Für uns war erfreulich zu sehen, dass hier aus bürgerlichem Engagement heraus endlich eine Perspektive für ein in Endorf immer drängenderes Problem entstanden ist: Über 140 Wohnungen könnten, folgt man den Plänen des TSV, auf dem Gelände auf und rings um den Fußballplatz am Ströbinger Hang entstehen.

Erfreulich war auch zu sehen, mit wieviel Sachverstand die Vereinsvorstandschaft sich auf die Sitzung vorbereitet hatte. Nicht nur, dass die baurechtlichen Vorgaben für ein solches Bauvorhaben im Blick geblieben sind. Auch konkrete Anhaltspunkte zur Finanzierung des Projektes im zweistelligen Millionenbereich liegen dem Marktgemeinderat nun vor. Ein wesentlicher Vorteil für die Finanzierung: Das Grundstück muss nicht auf dem überhitzten Immoblienmarkt eingekauft werden. Dank Erbpacht bleiben der Gemeinde finanzielle Spielräume für Planung und eigentlichen Bau.

Auch naturheilpraxis-hauri.ch dank etlicher Förder- und Zuschussprogramme aus Landes- und Bundeskassen liegt nun ein realistisches Szenario vor, das der Gemeinde gestatten könnte, Wohnraum ab sechs Euro pro Quadratmeter anzubieten. Das mit einer regelmäßigen Erbpacht an den TSV die Gemeinde auch für den Breitensport vor Ort einen erheblichen Beitrag leisten könnte, ist eine zusätzliche, erfreuliche Perspektive.

Wir freuen uns, dass hier nun endlich Bewegung in die Suche nach bezahlbaren Wohnraum gekommen ist. Wir als Grüne Fraktion freuen uns auf die weiteren Schritte in den vorberatenden Ausschüssen und im Marktgemeinderat in den kommenden Monaten.

Martin Both

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