Nochmal Ströbinger Hang, nochmal das Thema bezahlbares Wohnen.
Zur Erinnerung: Ein großer Endorfer Verein bietet der Gemeinde das Gelände des Fußballplatzes an der Chiemseestraße zur Erbpacht an. Bedingung dafür: Die Gemeinde nutzt das Gelände, um dort in mehreren größeren Gebäuden zahlreiche Wohnungen zu einem günstigen Mietpreis zu schaffen.
Seit über einem Jahr hat die Gemeinde weder über das Angebot im Marktgemeinderat beraten, noch hat sie sich gegenüber dem Verein dazu geäußert. Mehrere Anfragen der Vereinsverantwortlichen blieben bis heute unbeantwortet.
Wir Grünen haben bereits mehrfach auf die Dinglichkeit des Themas hingewiesen, denn bezahlbarer Wohnraum wird auf dem überhitzten Endorfer Immobilienmarkt immer rarer. Wer mit einfachem Einkommen bei uns einen neue Wohnung braucht, muss sich in der Regel auf eine lange Suche einstellen. Das schafft sozialen Sprengstoff in der Gemeinde und sorgt für Probleme bei Arbeitgebern, die es ohnehin schwer haben, geeignete Arbeitskräfte zu finden.
Man möchte meinen, dass eine verantwortungsbewusste Ratsmehrheit, ein Bürgermeister und seine Verwaltung das Problem ernst nehmen. Dass Lösungswege, dort wo sie sich anbieten, diskutiert werden. Doch weit gefehlt.
Ein müder Vorschlag aus der Mehrheitsfraktion im Rat war bisher der einzige Vorstoß: Man könne sich doch mal in einem Ausschuss vorberatend mit dem Thema befassen. Und selbst dieser eher lustlose Vorschlag, blieb ohne jede Konsequenz. Und auch sonst herrscht Stille. Der offenbar vollkommen orientierungslosen SPD im Rat fällt nicht mehr zum Thema ein, als die Verantwortung der Gemeinde, hier zu handeln, angesichts der angespannten Haushaltslage als „frommen Weihnachtswunsch“ ins Lächerliche zu ziehen.
Nachdem unsere bisher informellen Bitten an den Rat, sich hier aktiv mit dem Thema zu beschäftigen, ergebnislos geblieben sind, bringen wir als Grüne fraktion nun den Antrag in den Rat ein, die Vorschläge um den Ströbinger Hang mit der nötigen Ernsthaftigkeit zu diskutieren: möglichst vor Weihnachten! Soviel in Richtung SPD.
Martin Both

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