Mitten im Sommer musste am Pelhamer See ein Badeverbot verhängt werden, weil es eine für Badegäste gesundheitsgefährdende Blaualgen- und Bakterienblüte im Wasser gab. Nun sind viele Bürger, Gäste, Wirte und Hoteliers sowie Geschäftsleute in Bad Endorf und Umgebung sehr besorgt, weil sie unmittelbar davon betroffen sind – entweder als Badegäste, Naturliebhaber oder als Gewerbetreibende, deren Geschäft und finanzielles Auskommen beeinträchtigt ist, wenn Gäste ausbleiben, weil der Badesee, die Idylle sowie das Naturschutzgebiet beeinträchtigt sind.
Die Endorfer Grünen stellten an die Untere Naturschutzbehörde und das Wasserwirtschaftsamt, die für den Erhalt der Wasserqualität, den Schutz des Naturschutzgebietes und damit des Sees zuständig sind, im Interesse der betroffenen Bürger und Gäste folgende Fragen.
1. Warum genau musste der Pelhamer See kürzlich für den Badebetrieb gesperrt werden?
2. Wie kam es zu dem verstärkten Aufkommen der Blaualgen/Cyanobakterien? Was ist die Ursache dafür? Warum sind die Blaualgen/Cyanobakterien gesundheitsgefährdend?
3. Was wird Ihrerseits unternommen, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden, eine gute Wasserqualität des Pelhamer Sees auch in Zukunft zu sichern sowie die Badegäste und den davon abhängenden Tourismus etc. zu schützen?
Geantwortet hat bisher das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim. Dort findet man das „Massenaufkommen einzelner Arten sind in Ökosystemen nicht ungewöhnlich“ und will dabei keine klare Ursache-Wirkung-Beziehung erkennen. Auch wenn man ähnliche Entwicklungen in jüngster Zeit bereits an mehreren Seen beobachtet hat: „Ob dies allerdings mit besonderen Wetterverhältnissen oder ähnlichen Phänomenen zusammenhängt, ist bis heute nicht geklärt.
Die pauschale Annahme, dass solche Massenaufkommen durch eine Verschlechterung der Gewässergüte bedingt ist, ist allerdings unzutreffend“, heißt es in einer Stellungnahme.
Ein Antwort des für die Badewasserqualität zuständigen Gesundheitsamtes steht dabei noch aus.
Christine Wildgruber/Robert Hell
Sprecher B90/Die Grünen OV Bad Endorf
Bild: Jörg Farys / BUND

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