Zum Abschluss der MGR-Sitzung gab es noch einige Diskussionen um die Geschäftsordnung des Marktgemeinderates.
Wir Grünen hatten gefordert die Unterlagen der öffentlichen Sitzung mit Hilfe des Internets auch der interessierten Endorfer Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Auch wenn diese Praxis in zahlreichen Gemeinden in Bayern und im übrigen Bundesgebiet bereits erfolgreich praktiziert wird und in der Regel zu einer kenntnisreicheren Diskussion der Öffentlichkeit beiträgt, überwog in der Marktverwaltung, beim Bürgermeister und in der Mehrheit des Rates die Sorge, dass Bürger mit einer derartigen Informationsflut überfordert sein könnte.
Ebenso fürchtet die Verwaltung den Mehraufwand und sorgt sich über Datenschutz und Persönlichkeitsrechte.
Schwerer wiegt die mehrheitliche Ablehnung des Rates eines umfassenden Akteneinsichtsrechts jedes einzelnen Rates.
Nach gegenwärtigem Stand muss der Rat im Konfliktfall ein solches Recht erst mehrheitlich von Bürgermeister und Gemeindeverwaltung einfordern.
Für uns Grüne erschwert eine derartige Abhängigkeit von Mehrheiten jedoch eine wirksame Kontrolle der Verwaltung und des Bürgermeisteramtes gerade in problematischen und strittigen Fällen. Für die Mehrheit der Räte samt Bürgermeister überwog in diesem Fall jedoch die Angst vor einem so genannten „Egotrip“ eines einzelnen Rates, der mit sinnlosen Recherchen in den Aktenschränken des Rathauses die Arbeit von Verwaltung und auch Gemeinderat lähmt.
Martin Both

Kommentar verfassen
Verwandte Artikel
Privat kann’s nicht.
In den vergangenen Wochen ‚ mal am Endorfer Bahnhof vorbeigekommen – hinter dem Parkplatz am Gleis vier? Am ehemaligen Bauernwirt? Dort hängt inzwischen ein ziemlich großes und buntes Banner: Wohnungen unter 6.000…
Weiterlesen »
Bad Endorf hat einen Plan.
Wärme aus der Heimat — Bad Endorf hat einen Plan. Jetzt muss er umgesetzt werden. Die letzten Wochen standen im Zeichen steigender Preise für Öl und Gas — ausgelöst durch…
Weiterlesen »
Streitfall Kitagebühren.
Der Saal während der vergangenen Gemeinderatssitzung im Februar war voll. Grund dafür die gemeindlichen Kindergartengebühren, die mit dem neuen Betreiber der Kita Katharina, erhöht werden sollten. Uns als Grünenfraktion erreichte…
Weiterlesen »