In den vergangenen fünf Jahren ist Bad Endorf den Pflichtaufgaben nachgekommen, die Gemeinden erfüllen müssen. Zwei Projekte, die noch unter Bürgermeisterin Laban begonnen wurden, sind abgeschlossen oder auf gutem Weg: Der neue Kindergarten wurde eröffnet. Der Bau der Mittelschule schreitet voran – wobei uns dabei besonders freut, das auf unseren Antrag hin ein Großteil der Schule aus Holz gebaut wird.
Aber darüber hinaus sehen wir Grüne doch vieles, was dringend angepackt hätte werden müssen und in den letzten Jahren versäumt wurde.
Einige Beispiele:
Bezahlbares Wohnen für ALLE.
Es gibt auch in Bad Endorf viele Menschen, die eine Wohnung zur Miete suchen und sich immer höhere Mieten kaum leisten können. Diese Situation besteht natürlich nicht nur in unserem Ort, sondern in vielen Teilen Deutschlands. Und viele Gemeinden – auch in unserer direkten Nachbarschaft – haben darauf reagiert und bezahlbare Wohnungen geschaffen. Aufgrund hoher Förderungen rentieren sich diese Wohnungen für eine Kommune oft bereits nach 10 Jahren.
Nun gibt es seit vielen Jahren einen Beschluß des Marktgemeinderates, auf der Wiese neben dem Autohaus an der Chiemseestraße Wohnraum zu schaffen. Das Grundstück befindet sich im Besitz der Gemeinde.
Zudem liegt dem Bürgermeister seit über einem Jahr ein interessanter Vorschlag des TSV Bad Endorf vor: Die Gemeinde könnte auf dem Fußballplatz am Ströbinger Hang günstige Wohnungen bauen. Erst auf unser Drängen hin durfte der TSV diesen Vorschlag dem Marktgemeinderat vorstellen.
In beiden Fällen sehen wir seit vielen Jahren keinen ernsthaften Willen des Bürgermeisters und der Mehrheit des Marktgemeinderates, diese Projekte endlich genauer zu prüfen. Für uns Grüne ist das Thema allerdings wichtig. Wir werden keine Ruhe geben, bis hier endlich weitere Schritte gegangen werden.
Sicherheit für ALLE Verkehrsteilnehmer.
An vielen Stellen in Bad Endorf ist es schwierig, zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs zu sein:
Es gibt keinen sicheren Schulweg zur Mittelschule.
Viele ältere Mitbürger meiden die Bahnhof – und Chiemseestraße, weil sie sich den Hindernislauf auf engen und holprigen Gehwegen nicht zumuten wollen.
Auch das Radfahren ist gefährlich: Dies belegen jährliche Unfälle und die regelmäßigen schlechten Noten beim Fahrradklimatest des ADFC.
Erfreulicherweise wurde auf Antrag der Grünen ein Fußgängerüberweg an der Hofhamer Straße geschaffen.
Aber ansonsten: Fehlanzeige.
Eine „Fahrradzone“, die nur aus zusätzlichen Schildern besteht, bringt keine Verbesserung für Radfahrer.
Ein installierter Poller an der Mittelschule, der Radfahrer und Fußgänger vor dem Autoverkehr schützen sollte, wurde auf Antrag des Bürgermeisters von der Mehrheit des Marktgemeinderates wieder abgebaut.
Wir wollen sichere und bequeme Gehwege, auf denen sich auch ältere Bürger wohl fühlen.
Wir wollen Fahrradrouten im Ort, auf denen Radler (und Schulkinder) sicher unterwegs sein können.
Wir wollen mehr Fußgängerquerungen über die Bahnhof – und Chiemseestraße.
Auch ältere Mitbürger sollen sich in unserem Ort wohlfühlen.
Eines der traurigsten Kapitel in dieser Wahlperiode war die Insolvenz des Katharinenheimes.
Aber genauso hat uns noch etwas Zweites betrübt:
Der Unwille von Bürgermeister und der Mehrheit des Marktgemeinderates, zumindest zu prüfen, was die Immobilien gekostet hätten und wie der Kauf zu finanzieren gewesen wäre. Mit dem Kauf hätte unsere Gemeinde stets entscheiden können, welcher Betreiber das Katharinenheim führt. Damit wäre die Existenz als Seniorenheim für viele Jahrzehnte garantiert gewesen.
Leider ist unser entsprechender Antrag abgelehnt worden.
Neben dem Ziel, die Gehwege an Bahnhof – und Chiemseestraße zu sanieren, damit auch Bürger, die nicht mehr so sicher auf den Beinen sind, sich bequem in Bad Endorf bewegen können, haben wir noch einen weiteren Vorschlag:
Wir wollen, daß im Haus des Gastes, das derzeit saniert wird, neben einem Treffpunkt für die Jugend auch ein Ort für Senioren und Seniorinnen geschaffen wird.
Auch unser Ort muß auf die Klimaveränderung reagieren.
Zwei Starkregenereignisse in wenigen Jahren führten zu Schäden an vielen Häusern in Bad Endorf.
Und sie machen deutlich, daß die Änderung des Klimas konkrete Folgen auch in unserem Ort hat.
Um Bürger und deren Eigentum zu schützen, muß sich Bad Endorf auf Starkregenereignisse und daraus folgende Überschwemmungen vorbereiten.
Ein erstes Konzept liegt dem Rathaus seit Jahren vor.
Wir wollen dieses Konzept konkretisieren und Schritt für Schritt realisieren.
Eduard Huber

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