Wir packen an.

Es war ausgerechnet einer der heißesten Tage in der ersten Hitzewelle dieses Sommers, als
sich am 27. Juni 15 Mitglieder des OV Bad Endorf von Bündnis 90/Die Grünen zu einem
Workshop im Kurfer Hof trafen. Dank der guten Bewirtung mit kühlen (alkoholfreien!) Getränken
und Gemüselasagne gelang es uns, trotz schweißtreibender Umweltbedingungen kreativ zu
werden.


Ziel des Workshops war es, gemeinsam zu überlegen, was wir als Ortsverband in den nächsten
Monaten und Jahren auch über die konkrete Arbeit im Marktgemeinderat hinaus angehen
wollen. Und wie dabei Ortsverband und Gemeinderatsfraktion zusammenarbeiten können.
Frei nach dem Motto „Zukunft braucht Herkunft“ des Philosophen Odo Marquardt blickten wir
erst in die nähere Vergangenheit und trugen zusammen, was aus Sicht der Teilnehmenden in
letzter Zeit gut gelaufen ist bzw. was ihnen als besonders wirksam in Erinnerung geblieben ist.
Mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit im Hinterkopf entwickelten wir dann
handlungsorientierte Zukunftsvorstellungen. Das bedeutete: es sollte um solche Themen gehen,
zu denen wir selbst als Ortverband etwas beitragen können.

Es schälten sich folgende Handlungsfelder heraus:
– Die Kommunikation der Grünen verbessern, indem wie einerseits medial stärker
kommunizieren, andererseits aber auch Begegnungsorte schaffen, an denen sich Menschen
direkt im gespräch austauschen können.
– Zukunftsfähige ökologische Lösungen für Energieerzeugung und -Verbrauch recherchieren
und zur Diskussion stellen.
– Lösungen zur Verbesserung der Verkehrssituation und der Verkehrsführung im Ort für alle
Verkehrsteilnehmer (v.a. auch Radfahrer und Fußgänger) erarbeiten.
– Konzepte der Nachbarschaftshilfe erproben.
– Klimaanpassung und Begrünung: Wie können wir unseren Ort resilient für den Klimawandel
machen? Und schon in Schul- und Kitagarten das nachhaltige Gärtnern üben?

Schließlich kam es zum wichtigsten Schritt: Was wollen wir konkret tun, um diese Ziele oder
Visionen (oder Teile davon) zu verwirklichen?

Wir konzentrierten uns dabei auf erste, kleine Schritte, mit denen wir experimentieren wollten.
Denn wir wollten vermeiden, eine riesige To-do-Liste zu erstellen, die dann in einer Schublade
verstaubt. Kleine Teams nahmen sich jeweils ein kleines für den Herbst vor. In unseren
Sitzungen der nächsten Monate werden wir uns immer wieder gegenseitig über den Stand
dieser Experimente informieren.

Michael Müller

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